Erste Implantationen des neuen Herzüberwachungssystems von BIOTRONIK
BIOTRONIK SE & Co. KG gab am 08.01.2010 die ersten Implantationen des neuen, ganz ohne Elektroden auskommenden Herzüberwachungssystems von bekannt. Die Implantationen wurden von einem Ärzte-Team unter der Leitung von Professor Dr. Gerhard Hindricks, dem Leitenden Arzt der Abteilung für Rhythmologie am Herzzentrum Leipzig, durchgeführt.
Dieses neue implantierbare Herzüberwachungssystem basiert auf BIOTRONIKs neuer vereinheitlichter Plattformtechnologie. Zusammen mit der drahtlosen Home-Monitoring-Technologie ermöglicht es die Früherkennung von Vorhofflimmern und anderen Herzrhythmusstörungen. Das neue System wird subkutan implantiert, ohne dass eine einzige Elektrode in das Herz des Patienten gelegt werden muss.
Quelle: Biotronik Pressemitteilung
Nebenbei: Wer gesund sein will, ist selber schuld :=)
Am 10.01. habe ich bei RBB KulturRadio den Beitrag: “Gesund und krank zugleich” – Ein Plädoyer gegen den Fitnesswahn von Manfred Lütz, Chefarzt für Psychiatrie am Alexianer-Krankenhaus Köln gehört. Einfach herlich. Darauf googelte ich ein wenig und fand das Video.
Nebenbei: Wenn man mit dem Herzschrittmacher telefonieren könnte…
Folgendes habe ich Heute über Twitter gelesen: “Wenn man mit dem Herzschrittmacher telefonieren könnte, hätte der Spruch: ‘mein Akku ist gleich alle’ ganz andere Bedeutung.” Allerdings! :=)
Werden bei einem ICD-Schock Personen in Mitleidenschaft gezogen die mit mir in körperlichen Kontakt stehen?
Nach allem was ich bisher gelesen und gehört habe, werden die Personen die in körperlichen Kontakt zu dem Patienten stehen der gerade einen ICD-Schock erlebt nicht in Mitleidenschaft gezogen. Dafür ist die Stromstärke einfach zu schwach. Weitere Informationen zu der ICD-Implantation findet man auf den Seiten von Herzzentrum Bern.
Online-Überwachung und Fernnachsorge für ICD’s und Herzschrittmacher
BIOTRONIK hat als erstes Unternehmen ein internetbasiertes, drahtloses Fernnachsorge-System mit GSM-Mobilfunknetz entwickelt und auf den Markt gebracht. Heute tragen über 230.000 Patienten in mehr als 55 Ländern ein Implantat mit der BIOTRONIK Home Monitoring®-Technologie für eine deutlich verbesserte Patientenversorgung. Für alle Herzschrittmacher-, ICD- und CRT-Serien bietet BIOTRONIK die Home-Monitoring-Technologie an. Damit wird die Fernnachsorge all dieser Implantattypen möglich – zu jeder Zeit, weltweit.
BIOTRONIK Home Monitoring® wurde kürzlich für den renommierten Deutschen Zukunftspreis 2009 des Bundespräsidenten nominiert und erhielt damit eine weitere Anerkennung als herausragende medizintechnische Innovation.
Weitere Informationen: Pressemitteilung Biotronik
Spiegel Artikel “Atombatterie in der Brust”
Einst wurden Herzkranken insbesondere in der Sowjetunion Schrittmacher mit Plutoniumbatterien implantiert – und noch heute leben Patienten mit dem Gift im Körper. Wo aber landet der gefährliche Stoff nach ihrem Tod? Nach SPIEGEL-Informationen sind die Träger nicht registriert.
Defibrillatoren in Münchner U-Bahn Netz

Bildquelle: MVG
Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) rüstet weiterhin in vorbildlicher Art und Weise Ihr U-Bahn Netz mit lebensretenden Defibrillatoren. Insgesamt gibt es jetzt 46 Geräte in 38 Bahnhöfen, 2 Geräte sind zusätzlich im mobilen Einsatz, weitere werden zur Zeit installiert.
Im Ernstfall muss zunächst ein Notruf ausgelöst werden, durch den MVG Mitarbeiter in der U-Bahnleitstelle alarmiert werden. Per Fernbedienung sorgen sie dafür, dass der Defibrillator, der in einem elektromagnetisch gesicherten Kasten direkt neben dem Notruf angebracht ist, entnommen werden kann. Die Leitstelle schlägt außerdem Alarm bei Rettungsdienst und U-Bahn-Wache, die so schnell wie möglich zur Hilfe eilen.
Angst etwas falsch zu machen braucht keiner zu haben. Eine Fehlbehandlung ist so gut wie ausgeschlossen da ein Elektroschock nur auslöst werden kann, wenn das Gerät tatsächlich ein Herzkammerflimmern festgestellt hat.
Drahtlose Funkschnittstellen von ICD’s oder Herzschrittmachern können geknackt werden
“Erschrecken Sie jetzt nicht, ich werde Ihr Herz etwas schneller schlagen lassen.” Diesen Satz hört jeder ICD-Träger früher oder später. Über die Funkschnittstellen sollen Ärzte Zugriff auf die protokollierten Patienten-Daten und Funktionen des Geräts haben. Es ist zudem auch möglich, den Takt des Herzschrittmacher zu verändern. DerStandard geht in dem Artikel: Herzliche Hacker oder wie man einen Defibrillator knackt vom 08.04.2008 auf die Gefahren die theoretisch von den drahtlosen Funkschnittstellen ausgehen ein und beschreibt die Resultate einer Studie der Computerexperten der US-Universitäten von Washington und Massachusetts.
ICD, na und?

OP~Juni 2009
Nun, da war ich. :=) Dieses Foto wurde Ende Juni dieses Jahres (2009) in Benjamin Franklin Krankenhaus (Berlin) aufgenommen, zwei Tage nach dem ich einen nigelnagelneuen Lumax ICD eingepflanzt bekam. Davor dürfte ich ein unspektakuläres Wochenende auf der Intensivstation verbringen und 46 Jahre auf diesen Augenblick warten. Ja, ich habe es von Kindesalter auf gewusst dass ich einen Herzfehler habe. Was hat sich also geändert durch den ICD?
Zunächst mal, obwohl ich wahrscheinlich nicht an den kommenden Olympischen Spielen teilnehmen werde, körperlich geht es mir wesentlich besser.
ICD würde mir eingesetzt weil man mich sonst nicht hätte behandeln können. Bei 30 und weniger Schläge pro Minute redet man nicht von „Behandlung“ sondern von „Stabilisierung“. :=) Das tückische an hypertrophisch obstruktiven Kardiomyopathie ist, das ich ein Leben lang Zeit hatte mich damit zu „arrangieren“. Mit 7 Jahren lag ich zum ersten Mal im Krankenhaus weil niemand wüste warum mein Herz so komisch pfeift, mit 20 kriegte ich keine Sportlizenz mehr, mit 30 könnte ich keine Treppen mehr richtig steigen, etc. Im Verlauf der Zeit, gibt man Stück für Stück auf vieles was das Leben ausmacht. … demnächst mehr

